Die LOPAS Lehm-Vlies Technik – luftdicht aber zugleich diffusionsoffen!

Die Lehm-Vlies Technik wurde 2001 von Roland Meingast für den Bau des Lehm-Passivhausbüros Tattendorf entwickelt (https://nachhaltigwirtschaften.at/de/hdz/projekte/lehm-passiv-buerohaus-tattendorf.php)

Dieser Bau ist der Prototyp der seit 2009 von LOPAS produzierten Lehm-Stroh Fertigteilhäuser.

Mit einem Verbund aus den nachhaltigen Naturmaterialien Flachsvlies, Lehm und Biofaserlehmputz wird in LOPAS-Häusern ein vollwertiger Ersatz für die üblichen technischen Kunststofffolien zur Herstellung der Luftdichtheit in modernen Bauten erreicht.

Den Nachweis der Leistungsfähigkeit dieses baubiologischen Luftdichtheitssystems erbrachte eine Prüfung durch die Prüf- und Überwachungsstelle der Österreichischen Gesellschaft für Holzforschung 2003.

Eine Testzelle, ausgeführt in zwei unterschiedlichen Wandbauweisen erbrachte unter anderem den Nachweis, dass der Effekt der Belegung einer mit Rauschalung beplankten Wand mit der LOPAS Lehm-Vlies Technik bei 50 PA einem n50 Wert von 0,06/h entspricht und damit definitionsgemäß als „luftdicht“ zu bezeichnen ist. Für Anschlussbereiche werden Sonderausführungen eingesetzt.

Dieser Verbund aus reinen Naturmaterialien in LOPAS-Außenwänden ist passivhausgerecht luftdicht, aber im Gegensatz zu technischen Folien trotzdem diffusionsoffen und sehr gut kapillar leitfähig. Aus dem historischen Lehmbau in Österreich wissen wir, dass der Verbund von Lehm und Pflanzenfasern über Jahrhunderte elastisch und somit alterungsbeständig bleibt. Auch die einfache Reparierbarkeit von Undichtheiten an Rissen konnte im Rahmen der Prüfung durch die Holzforschung Austria ebenfalls nachgewiesen werden.

Der 2003 von Meingast verwendete, patentierte Biofaserlehmputz wird heute entsprechend der DIN Norm 18947 bei Fa. Egginger www.lehm.com als Levita Lehmputz UNI1,8 bzw. als Biofaserlehmfeinputz BFF01 produziert und in allen Lopas Lehm Fertigteilhäusern für ein optimales Innenraumklima eingesetzt.